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Mathilde Brandis
Heilpraktikerin für Psychotherapie (Heilpraktikergesetz)

Psychotherapie und Beratung in Regensburg                           

Psychotherapie   Beratung

Psychovegetative Störungen und Schlafstörungen

Typisch für psychovegetative Störungen ist die fast uferlose Vielgestaltigkeit der Erscheinungen, die Vielzahl der Beschwerden, die Häufigkeit der allgemeinen Erscheinungen, die verschiedenen Ablaufsformen, das "Unangemessene" sowohl der Einzelreaktionen als auch der Zeit ihres Auftretens.


Unter psychischen Allgemein-Erscheinungen kann man alles verstehen, was unter die volkstümliche Sammelbezeichnung der Nervosität fällt: emotionale Labilität mit Neigung zu Unruhe, Gereiztheit, Fahrigkeit, Hast, Angstzustände, Wutanfälle, persönliche Überempfindlichkeit, Verstimmungen, Müdigkeit, schnelle Ermüdbarkeit, Mattigkeit, Antriebsarmut, Leistungsminderung, Unkonzentriertheit, schlechte Merkfähigkeit, schlechtes Gedächtnis, "den Faden verlieren". Meist findet man eine Mischung dieser Erscheinungen.


Unter vegetativen Allgemein-Erscheinungen versteht man z. B. Schwitzen, aufsteigende Hitze, Frieren, rote Fleckenbildung, kalte, feuchte, blasse Gliedmaßen, Zittern, Lidflattern, Appetitstörungen, Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen.

(Organische Ursachen müssen vom Arzt abgeklärt und behandelt werden, AT kann als zusätzliche Therapie angewandt werden) AT ist auch geeignet bei Reizblase und dem prämenstruellen Syndrom.

Eine psychovegetative Störung schließt eine organische Ursache aus. 


Funktionelle Beschwerden sind vielfältig, und stellen eine massive Belastung für viele Menschen dar. Das AT eignet sich mit empirisch gesicherten Ergebnissen für die Behandlung vieler dieser Störungen. 

Das Unangemessene als Eigenart der  psychovegetativen Störungen setzt voraus, dass es auch angemessene Störungen gibt. Als angemessen werden die Beschwerden bei organisch erkrankten Menschen empfunden, weil hier gleichzeitig körperliche, seelische und vegetative Veränderungen bestehen, die seelischen und vegetativen Veränderungen werden auf die körperlichen zurückgeführt. 

Das Unangemessene der Einzelreaktion erfolgt zu schnell, zu heftig, zu stark oder zu langsam, zu schwach etc. Normale Funktionen sind oft gestört: Der Schlaf z. B. kann zu kurz oder unruhig oder unterbrochen sein, oder zu keiner Erholung führen.

Unangemessen sind auch Zeit und Ort des Auftretens der Störungen; organische Herzstörungen z. B. werden mit zunehmender körperlicher Belastung und Anstrengung deutlicher, sie bessern sich in der Ruhe; psychovegetative Herzbeschwerden sind am deutlichsten in der Ruhe, etwa abends beim Einschlafen, sie nehmen bei körperlicher Betätigung ab - psychovegetative Störungen lassen bei Ablenkung nach oder verschwinden für eine Zeit völlig. Organisch bedingte Schmerzen machen sich zu allen Zeiten bemerkbar, auch im Schlaf - der psychovegetative Schmerz tritt während der Nachruhe nicht auf.

(Quelle: Dr. med. Bernt Hoffmann, Handbuch Autogenes Training, 19. Auflage 2012, DTV-Verlag)

Vor Beginn des AT ist es erforderlich, die körperliche Symptomatik von Ihrem Arzt abklären zu lassen.