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Mathilde Brandis
Heilpraktikerin für Psychotherapie (Heilpraktikergesetz)

Psychotherapie und Beratung in Regensburg                           

Psychotherapie   Beratung



Gesprächspsychotherapie / Gesprächstherapie nach Carl Rogers

Der Mensch erlebt sich in guten Zeiten als lebendig und selbstbewusst. Er sieht sich in der Welt  voller Möglichkeiten. Und dann versteht er oft selbst nicht, wieso jetzt alles anders ist. 


Es kann  für den Einzelnen  unerklärlich sein, warum er sich schlecht fühlt - es gibt aber auch sichtbare Auslöser für Krisen. 

Viele Menschen haben das Gefühl, funktionieren zu müssen. Im Beruf, in der Familie, im Freundeskreis und vielen anderen Bereichen wird erwartet, dass bestehende Regeln eingehalten werden. Zudem wird heute erwartet, dass man  ständig erreichbar ist.


Die Einhaltung der aufgestellten Normen und Regeln geschieht auch gegen die eigenen Vorstellungen. Die daraus entstehenden Gefühle wie Wut, Aggression oder Trauer werden oft nicht wahrgenommen oder verdrängt. 

Langsam kann sich daraus ein Leidensdruck entwickeln, der oft lange verdrängt wird und sich dann in Form von Ängsten, Phobien, Burnout-Symptomen, Depression, Zwängen oder auch psychosomatischen Beschwerden zeigt.


Die Gesprächspsychotherapie gründet darauf, dass jeder Mensch eine angeborene Fähigkeit hat, sich selbst zu verwirklichen, sich weiterzuentwickeln (Aktualisierungstendenz). Jeder Mensch hat  also die Tendenz zur Entwicklung all seiner Möglichkeiten in sich, die seiner Erhaltung oder Förderung dienen.


In der Gesprächspsychotherapie wird jeder Mensch bedingungslos angenommen und akzeptiert, mit all seinen Stärken und Schwächen, einfach in seiner Gesamtheit als Mensch. Diese wertungsfreie und annehmende Beziehung zwischen Klient und Therapeut ermöglicht es dem Klienten sich selbst besser zu verstehen und zu akzeptieren, unangenehme Erlebnisse und eigene Schwächen wahrzunehmen, auszusprechen und zu ertragen. Dies bringt den Heilungsprozess in Gang, es setzt eine Veränderung ein. Dem Klienten wird es möglich allmählich zu akzeptieren, was ist, und dies dann in seine Vorstellung vom eigenen Selbst zu integrieren.


Ziel der Gesprächspsychotherapie ist also wahrzunehmen und zu akzeptieren, was ist, "Selbst"-Bewusstsein" zu entwickeln, Zugang zu den eigenen Gefühlen zu bekommen, zu ihnen zu stehen und den Mut zu entwickeln, sich nicht mehr zu verstellen, sondern die eigene Wahrhaftigkeit zu leben im Hier und Jetzt.


Grundlage der Gesprächspsychotherapie, auch Gesprächstherapie genannt, nach Carl Rogers ist die Selbsterforschung (Selbstexploration) des Klienten. Durch ungünstige Bedingungen in der Interaktion mit anderen Menschen, vor allem in der frühen Kindheit, werden eigene Gefühle verzerrt wahrgenommen. Diese verzerrten Emotionen führen zu Anspannungen und Ängsten. Im therapeutischen Prozess begibt sich der Klient nun auf die Suche nach den inneren Ängsten, den verzerrten Gefühlen, um diese legitim und authentisch benennen zu können und in sein Selbstbild zu integrieren. Das führt zu einer Lösung der psychischen Anspannung. Aufgabe des Therapeuten ist es, sich in die Gefühlswelt des Klienten hineinzuversetzen und dem Klienten die, teilweise vorbewussten, emotionalen Erlebnisinhalte aufzuzeigen. Diese Art der Therapie ermöglicht vor allem bei Lebenskrisen, Depressionen, Ängsten und Selbstwert-Problematiken wirkungsvolle Konfliktlösungen und Besserung der psychischen Befindlichkeit.