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Mathilde Brandis
Heilpraktikerin für Psychotherapie (Heilpraktikergesetz)

Psychotherapie und Beratung in Regensburg                           

Psychotherapie   Beratung

Autogenes Training (AT) zur Stressbewältigung

Die Bewältigung von Stress und Erholung

Der Begriff Stress wurde von Cannon 1914 in die Diskusion eingeführt; am bekanntesten wurde er durch die Arbeiten von Hans Selye, der die Reaktion von Körper und Psyche auf Stress untersuchte.

Mit Stress wird die Summe von starken, neuen, anhaltenden und widersprüchlichen Reizen bezeichnet, die auf den Menschen sowohl von außen als auch von innen einwirken. z. B. Spannungen, Konflikte. Es besteht heute die Übereinkunft, dass Stressreize nicht objektive, sonder im entscheidenden Maße subjektive Belastungen (Einstellungen) darstellen. Die erzeugenden Faktoren (Stressoren) können sehr unterschiedlicher Art sein: Infektionen, Intoxikationen, sehr hohe oder sehr niedrige Temperaturen, traumatische und Schockeinwirkungen, langzeitige Überbelastung, Daueraffekte wie Frustrationen Ärger, Kummer, Kränkungen. 

Die Reaktion auf diese Stressoren wurde von Selye als Adaptationssyndrom beschrieben. Der Organismus passt sich den Belastungen an und versucht, die Homöostase, das Gleichgewicht seiner Funktionen, zu erhalten bzw. wiederherzustellen. 

Der Adaptationsvorgang verläuft in drei Stufen: 

1. Die Alarmreaktion, 2. Die Gegenregulation und, wenn diese nicht gelingt, 3. Die Erschöpfung, in der die Adaptation zusammenbricht und -  unter anderem - zu psychosomatischen Erkrankungen führt.


Ein Teil der soeben angeführten Stressoren sind durch seelische Faktoren bestimmt. Die auslösenden Ursachen können im Menschen selbst liegen (Ehrgeiz, Machtwille, Profitstreben - oft als Ausdruck einer überkompensierten Angst bzw. als Angstabwehr. Sie können auch in der Art des Berufes, in der Konstellation von Vorgesetzten, Mitarbeitern etc. liegen. 80 Prozent aller Personen, die in leitender Stellung arbeiten und bei denen meist Dauerstress beseht, leiden an mehr oder minder manifesten Beschwerden: Angstzustände, Schlaflosigkeit, ängstliche Körperempfindungen wie Herzklopfen, Atemstörungen, Hauterscheinungen.


Wie man seit einiger Zeit weiß, kann die Stresstoleranz und -resistenz gegenüber psychischen Einflüssen durch Lernvorgänge erhöht werden. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten für die Vorbeugung und Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen.


Bei der Stressvorbeugung fallen dem AT mehrere Aufgaben zu:

1. Eine Resonanzdämpfung der als Stressoren wirkenden Affekte, und damit die Vermeidung psychischer Fehlverhaltensweisen.

2. Eine vorbeugende Entspannung und Erholung bei langzeitigen Überbelastungen.

3. Die vegetative Ruhigstellung zur Erhaltung der Homöostase des Organismus.

4. Eine allgemeine Entlastung durch Überdenken, Ordnen und Bewerten der Vorgänge. Sie ist in tiefer Entspannung, ungestört durch äußere Einwirkungen und Affekte, weitaus eher zu erreichen.

5. In der AT-Entspannung werden die gefassten Vorsätze, wenn man sie in Leitsätze einbaut, konsequenter in die Tat umgesetzt. 

(Quelle: Dr. med. Bernt Hoffmann, Handbuch Autogenes Training, 19. Auflage 2012, DTV-Verlag)