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Mathilde Brandis
Heilpraktikerin für Psychotherapie (Heilpraktikergesetz)

Psychotherapie und Beratung in Regensburg                           

Psychotherapie   Beratung

Autogenes Training (AT) bei Schmerz

Der Schmerz 

und die somatoforme Schmerzstörung

Der Schmerz darf nicht als eine Störung aufgefasst werden, die es um jeden Preis zu beseitigen gilt. Der aktute Schmerz ist vielmehr ein biologisches Signal: Dort wo es wehtut, liegt eine Störung vor. Wie der Angst kommt somit auch dem Schmerz eine Bedeutung (Schutzfunktion) innerhalb der Evolution zu. Diese Schutzfunktion entfällt in der Regel beim chronischen Schmerz, der ohne eine hinreichend erklärende organische Basis ist, und die eigentliche somatoforme Schmerzstörung begründet. Ein Beispiel hierfür sind viele Kopfschmerzformen. Mit dem AT kann man eine ganze Reihe von Schmerzen beeinflussen - dabei wirkt es auf sehr unterschiedliche Weise.


Schmerz und Emotion

Schmerz ist nicht nur eine Sinnesempfindung, sondern auch ein Gefühl, so dass er als "Gefühlsempfindung" (Stumpf, Wundt) bezeichnet wurde. Eng mit dem Gefühl des Schmerzes gehen die Affekte der Angst und der Furcht einher, die deswegen als die "grauen Schwestern des Schmerzes" bezeichnet worden sind. 

Die Angst in Form der Erwartungsangst führt zu verstärkter Selbstbeobachtung, diese wieder zu zu gesteigerter Schmerzempfindung. Die so entstehende "Schmerzspirale" kann durch die Resonanzdämpfung (nach Schultz) geschwächt oder unterbrochen werden, wobei sowohl das Schmerzgefühl als auch die sekundär entstehende Angst "gedämpft" werden.

(Quelle: Dr. med. Bernt Hoffmann, Handbuch Autogenes Training, 19. Auflage 2012, DTV-Verlag)