Autogenes Training     Systemische Beratung     Gebärdensprache (DGS)
Gesprächstherapie   Kunsttherapie   Kurzzeittherapie
  Lebens  Grün

Mathilde Brandis
Heilpraktikerin für Psychotherapie (Heilpraktikergesetz)

Psychotherapie und Beratung in Regensburg                           

Psychotherapie   Beratung

Abnehmen, rauchfrei, Entwöhnung mit AT

Süchtiges Verhalten ist eine grundlegende Möglichkeit menschlicher Reaktionen auf innere Spannung und Unlust. Es ist ein Verhalten, das sich mehr oder weniger der Vernunft entzieht und sich immer wieder nach dem gleichen Muster abspielt. Es entfernt sich dadurch mehr und mehr vom Genuss und wird zur Abhängigkeit. Sucht als Krankheit ist eine körperliche und psychische Abhängigkeit von einer Substanz mit dämpfender oder euphorisierender Wirkung (Alkohol, Nikotin, Medikamente, Drogen) oder von alltäglichen äußeren Tätigkeiten /z. B. Einkaufen, Essen, Spielen, Fernsehen, Computer, Arbeit, Sexualität, Autofahren, Putzen etc.). Im Grunde kann jedes Verhalten, das irgendwie zur Lösung von inneren Spannungen führt, zur Sucht werden. Anfänge und leichte Formen von Suchtverhalten kennt jeder von uns. Wir erleben innere Spannungen, äußere Einschränkungen, Konflikte und jeder hat seine persönlichen Strategien entwickelt, Unlust zu beseitigen, Spannungen zu lösen und Lustgewinn zu erzielen. Ist uns der unmittelbare Weg zur Entspannung blockiert, suchen wir nach Ersatzlösungen. Das Suchtverhalten ist eine solche Form der Ersatzlösung, der Ersatzbefriedigung. Es verstärkt sich in Form eines Suchtkreislaufes immer wieder selbst, wobei auch Schuldgefühle eine wichtige Rolle spielen. 

Folgende Entwicklungsreihe ist typisch:

Gebrauch (Genuss) - Missbrauch - Gewöhnung - Abhängigkeit


Bei Rauschmittelsucht oder Alkoholabhängigkeit kann die Entziehung nur durch eine stationäre Behandlung in der Enzugsklinik erfolgen - Medikamentenentwöhnung nur mit ärztlicher Begleitung.


Die Wirkung des AT:

Jede Sucht dient dazu, eine Leere im Menschen zu verdecken bzw. dem Schein nach auszufüllen. Wird der Süchtige daran gehindert, so wird er unruhig. Diese Unruhe ist bei einer Umgewöhnung besonders groß; sie ist aber immer vorhanden. Hier ist der erste Ansatzpunkt des AT, das mit  Entspannung und der Dämpfung des süchtigen Verlangens die Unruhe reduziert und die Umgewöhnung erleichtert. 

Erhöhung der Frustrationstoleranz, AT hilft bei der Entwöhnung und bei der längerfristigen Abstinenz.

Raucherentwöhnungsbehandlungen gehen davon aus, dass Rauchen ein erlerntes Verhalten ist, das man umlernen bzw. verlernen kann. Nur ein Teil der Raucher haben eine Nikotinabhängkigkeit. Der Einsatz des AT wird in der Regel mit verhaltenstherapeutischen Elementen kombiniert.

(Quelle: Dr. med. Bernt Hoffmann, Handbuch Autogenes Training, 19. Auflage 2012, DTV-Verlag)

Zur Raucherentwöhnung und bei Übergewicht ist auch eine Kombination mit Hypnose (www.gerlindekarl.de) sinnvoll.


Essen als Trost

Viele Erwachsene leiden unter Übergewicht, weil sie als Kind das Essen als Methode zur Bewältigungsstrategie erlernten - das emotionale Essen. Autogenes Training (AT) kann hier auch bei Kindern unterstützen, um das erlernte emotionale Essen wieder zu verlernen und andere Bewältigungsstrategien zu finden.



Studie zum emotionalen Essen:
(Köln – 20.09.2017) Um ihr Kind zu trösten, geben manche Eltern ihren Kindern gern Süßigkeiten. Das sollten sie allerdings besser vermeiden. Denn eine norwegische Studie weist jetzt darauf hin, dass Kinder, deren Eltern sie häufig mit Essen trösteten, auch später zu „emotionalem Essen“ neigen. „Mit emotionalem Essen stillen Menschen nicht ihren Hunger, sondern sie bekämpfen schlechte Gefühle. Kinder entwickeln Bewältigungsstrategien, um Unangenehmes zu vermeiden. Erhalten sie oft etwas Süßes gegen ihren Schmerz oder andere unschöne Erfahrungen, eignen sie sich diese Methode gerne an“, erklärt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Beim emotionalen Essen wird meist Kalorienreiches verzehrt
Der Untersuchung um Prof. Dr. Silje Steinsbekk von der Universität in Trondheim zufolge zeigten Kinder, deren Eltern ihnen im Alter von vier Jahren Naschereien zur Beruhigung angeboten hatten, im Alter von sechs, acht und zehn Jahren vermehrt Anzeichen von emotionalem Essen. Nahrungsmittel, die Kinder gegen Furcht, körperliche oder seelische Verletzungen verzehren, sind in der Regel auch besonders kalorienreich – zum Beispiel Süßigkeiten. 

Kohlenhydratreiche Speisen regen die Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin an und Zucker die Ausschüttung von Dopamin – beide können das Wohlbefinden steigern. Serotonin gilt deshalb auch als „Glückshormon“. Die norwegischen Experten konnten zudem beobachten, dass Kinder, die sich schneller aufregten und/oder sich gut durch Leckereien beruhigen ließen, auch tendenziell mehr von den Eltern damit besänftigt wurden. Das erklärt zum Teil, warum Kinder, die leicht aus der Fassung geraten, eher emotionale Esser sind.

Umarmungen und liebevolles Zureden statt Süßigkeiten
Dr. Niehaus rät Eltern: „Umarmen Sie Ihr Kind und sprechen Sie liebevoll mit ihm, wenn es traurig ist oder ihm etwas wehtut. Vielleicht kann auch die Aussicht auf eine Geschichte helfen, die Sie ihm vorlesen. Finden Sie heraus, was Ihrem Kind helfen kann – aber ohne Kalorien.“ (Quelle: Vitanet.de, 20.09.2017)